
Ob ein Einbau-Herd eine gute Wahl ist, hängt von den persönlichen Bedürfnissen und der Größe der Küche ab. Einerseits fügt er sich gut in die gesamte Einrichtung ein, da er optimal darin eingepasst ist, andererseits muss bei Reparaturen oder einem Austausch stets ein Teil der Küche mit ausgebaut werden. Außerdem gilt bei Einbaumöbeln generell, dass diese sich mitunter bei einem Umzug nicht in einen anders geschnitten Raum einfügen lassen. Wer über eine Einbauküche mit Herd nachdenkt, sollte daher gut überlegen, ob er noch einige Jahre in der jeweiligen Wohnung oder dem jeweiligen Haus bleiben möchte oder ob eventuell ein Umzug aus privaten oder beruflichen Gründen anstehen könnte. Nicht immer lässt sich nämlich ein Nachmieter finden, der bereit ist, eine Ablöse für die Küche zu bezahlen.
Ist die Entscheidung für einen Einbauherd gefallen, muss noch das passende Modell ausgewählt werden. Gasherde haben den Vorteil, dass die Hitze sehr schnell verfügbar ist und ebenso zügig wieder abgedreht werden kann, allerdings ist das Verletzungsrisiko aufgrund der offenen Flamme auch etwas höher als bei Elektroherden. Bei Letzteren hat man wiederum die Wahl zwischen klassischen Gussplatten sowie einem Glaskeramik- oder einem Induktionskochfeld. Erstgenannte sind in der Regel relativ günstig, allerdings dauert es bei vielen Modellen einige Minuten, bis die Platten wirklich heiß sind. Dafür bleiben sie auch verhältnismäßig lange warm, sodass Speisen auch bei ausgeschaltetem Gerät noch eine Weile warmgehalten werden können. Dieser Effekt tritt bei Glaskeramik-Kochfeldern zwar ebenfalls auf, fällt aber deutlich geringer aus. Zudem lassen sie sich aufgrund der ebenen Fläche leichter reinigen, sind allerdings wegen der Glasoberfläche auch relativ empfindlich für Kratzer.
Ähnliches gilt auch für Induktionskochfelder, deren Oberfläche ebenfalls aus Glaskeramik besteht. Allerdings wird hierbei nicht Strom in Wärme umgewandelt, sondern ein Magnetfeld aufgebaut, was für eine rasche Hitzeentwicklung bei verhältnismäßig geringem Energiebedarf sorgt. Diese Technologie funktioniert allerdings nur mit Töpfen und Pfannen, die magnetisch sind. Unter Umständen ist es beim Einbau eines solchen Herdes also erforderlich, das vorhandene Kochgeschirr durch neues zu ersetzen. Edelstahl ist beispielsweise abgesehen von speziellen Sorten nur wenig leitfähig, auch Kupfertöpfe sind für Induktionsherde nicht geeignet. Im Zweifelsfall lässt sich mit einem einfachen Magneten prüfen, ob die Töpfe weiterhin verwendet werden können. Bleibt dieser an der Unterseite des Bodens haften, ist das Kochgeschirr auch auf einem Induktionsherd einsetzbar, ansonsten ist entweder die Wahl eines anderen Einbauherds oder die Anschaffung neuer Töpfe und Pfannen ratsam. Welche Variante sinnvoller ist, hängt unter anderem vom Wert und von der Qualität des vorhandenen Kochgeschirrs ab.
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