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Stromkabel verlegen – nicht immer Sache des Fachmanns

Posted by Christina in September 2nd, 2011
Topics: Renovieren   Tags: Schlagwörter: Leitungsinstallation, Stromkabel, Stromkabelinstallation, Stromleitungen
stromkabel verlegen

Ein Lichtschalter direkt am Bett oder mehr Steckdosen im Arbeitszimmer – das sind nur zwei Wünsche, die auftreten, wenn neu gebaut wird oder beim Bau des Hauses nicht genügend Stromleitungen und Anschlüsse installiert wurden. Beim Neubau eines Hauses gestaltet sich das Verlegen von Stromkabeln recht einfach, das Haus befindet sich noch im Rohbau, Schmutz, Dreck und Lärm sind an der Tagesordnung und müssen nicht unbedingt vermieden werden. Will man in einer bereits bewohnten Immobilie Stromkabel verlegen, sollte man dies am besten im Zuge einer Renovierung tun. Wohnt man in einem sehr alten Haus, kann das Installieren neuer Stromleitungen verboten oder nur durch einen Profi durchzuführen sein. Alte Stromnetze besitzen nämlich oft keinen Fehlerstromschutzschalter, und das unsachgemäße Hantieren an solchen Stromleitungen kann unter Umständen tödlich enden. Bei Unsicherheiten und Problemen beim Heimwerkern mit Elektroinstallationen sollte man immer einen Fachmann zurate ziehen.

Um Stromkabel in der Wand also unter dem Putz zu installieren, wird wie folgt vorgegangen: Vor allen elektrischen Arbeiten steht das Abschalten des Stroms. Die Spannungsfreiheit des Stromkreises sollte vor dem Beginn der Installationsarbeiten immer mit einem getesteten Messgerät überprüft werden. Nur so kann man die Sicherheit aller Beteiligten feststellen. Eine weitere Sicherheitsregel lautet: Stromleitungen werden immer nur senkrecht oder waagerecht von einem Verteilerkasten weggeführt. Das teils bequemere Abkürzen quer über die Wand ist verboten. Außerdem müssen zu Boden und Decke Sicherheitsabstände von mindesten 20 Zentimetern eingehalten werden. Nun wählt man sich einen Verteilerkasten, besser aber eine Auslassdose als Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Dann sucht man sich an dieser Dose eine freie Kabelführung und legt diese vorsichtig mit Hammer und Meißel oder mit einem Bohrhammer frei. Hat man sich so einen kleinen Anfang geschaffen, sollte man mit Wasserwaage und Bleistift den weiteren Verlauf des neuen Stromkabels auf die Wand aufzeichnen. Dann stemmt man den angezeigten Leitungsweg weiter auf. Dort, wo am Ende der neuen Leitung einer neuer Lichtschalter oder eine neue Steckdose angeschlossen werden soll, bohrt man mit der Bohrmaschine und passendem Bohraufsatz ein Loch in die Wand. Nun Führt man das neue Stromkabel durch eine Stegleitung (Typ NYIF) und befestigt diese mit Hakennägeln oder speziellen Schellen im Putzschlitz. Die Anschlussdrähte des Kabels werden farbgleich angeschlossen und der Leitungskanal kann verputzt werden.

Die Verlegung von Aufputzleitungen ist weniger aufwendig, da das Aufstemmen der Wände wegfällt. Auch hier wird von einer bereits vorhandenen Leitung ausgegangen. Ein kleiner Einsatz von Hammer und Meißel lässt sich auch hier nicht vermeiden, denn das Kabel muss mit der Dose verbunden und aus der Wand nach außen gelegt werden. Zum Anbringen des Kabels an der Wand benötigt man eine Mantelleitung vom Typ NYM-J, PG-Kunststoffrohre und Raster-Druckschellen oder Nagelschellen. Das Stromkabel wird durch die Kunststoffrohre geführt und anschließend mittels der Schellen (alle 30cm) an der Wand oder Decke befestigt. Nun kann man an diese Leitung entweder Aufputzsteckdosen, Lampen oder Schalter anschließen.

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